Im Rahmen des Religionsunterrichtes machten sich die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen mit ihren Religionslehrkräften in die Moschee nach Dingolfing auf.

Das Thema „Islam“ ist in dieser Jahrgangsstufe Unterrichtsinhalt in den Lehrplänen für katholische und evangelische Religionslehre. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Vielfalt muslimisch geprägter Lebenspraxis wahrnehmen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Glauben von Muslimen und Christen erkennen sowie Voraussetzungen und Kriterien für ein friedliches Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft herausarbeiten. Und wo könnte man das erlernte Wissen besser in der Praxis verstehen und vertiefen als in einer Moschee?

Vor Ort wurde die Gruppe aus Landau von Herrn Ersin Akbaba, dem Vorstand der islamischen Gemeinde, vom Imam Recep Erdem und vom interreligiösen und kulturellen Beauftragten Kasim Canol empfangen und begrüßt. Die Moschee in Dingolfing gehört zum türkischen Muslim-Verband Ditib, wozu Herr Canol einiges erläuterte.

Die Führung startete vor dem Brunnen, an dem die rituellen Waschungen von Herrn Canol vorgeführt und erklärt wurden, allerdings ohne Wasser. Nach weiteren Einführungen in den Islam mit Bildmaterial ging es in den Gebäudekomplex. Nachdem der große Gebetssaal zuerst selbstständig von den Schülerinnen und Schülern erkundet werden durfte, gab Herr Canol einen tiefen Einblick in die Spiritualität des Islam, wie sie sich in den fünf Säulen des Islam zeigt. Dabei erklärte er auch die Einrichtung der Moschee und bezog das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler mit ein.

Besonders beeindruckend für die Schüler war, dass Herr Canol die Körperhaltungen beim Gebet vormachte und erläuterte. Zudem konnten sie durch den anwesenden Imam den Gebetsruf hören. Im Anschluss ging Herr Akbaba ausführlich auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler ein.

Dank gebührt der islamischen Gemeinde in Dingolfing, die unsere Klassen herzlich und offen empfangen hat und sehr daran interessiert ist, über ihre Religion zu informieren, um ein Gegengewicht zu den vielen Negativ-Schlagzeilen über den Islam zu bieten und aufzuklären.